Geschichte des Bodybuilding: Ein Rückblick der Top-Athleten

Bodybuilding war früher nur etwas für Außenseiter und sprach nur eine sehr kleine Zielgruppe an. Heute ist dieser Begriff im Breitensport angekommen. Fitnessstudios bieten Trainings zum gezielten Muskelaufbau an. Es werden Hanteln gestemmt und stets über neue Theorien philosophiert.

Viele betreiben Bodybuilding nur für sich persönlich. Ist in den Medien davon die Rede, sind jedoch meist immernoch die Weltklasse Profis gemeint, welche in Wettkämpfen auf der Bühne antreten. Wie kann es eigentlich dazu? Wir gehen heute auf die Geschichte des Bodybuilding ein.

Geschichte des Bodybuilding

Die Anfänge im alten Griechenland & der Antike

Geschichte Bodybuilding

Statue mit ausgeprägter Muskulatur

Blicken wir einige Jahrhunderte zurück, wird Griechenland als Urschmiede des Bodybuildings genannt. In der Antike gab es mit Sicherheit auch noch andere Regionen, welche den Körperkult verehrten. Über das alte Griechenland ist aber am meisten bekannt.

So liegen die dortigen Anfänge etwa 4.000 Jahre zurück. Die Griechen waren für ihre Wissbegierde bekannt gewesen. Gleichzeitig verehrten sie alles was schön und edel aussah. Was auch die Figur des Menschen betraf. Schon damals wurde ein muskulöser Körper als besonders attraktiv empfunden. Wobei die Griechen ein athletisches Aussehen mit tatsächlicher Leistungsfähigkeit kombinierten.

Shirt
Shirt

Ihr Wissen um die menschliche Physik und wie man diese zum eigenen Wohle formen konnte, legte den Grundstein für die Geschichte des Bodybuilding. Was damals für eine Trainingslehre existierte, darüber gibt es leider keine Überlieferungen. Wissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie uns heute zur Verfügung stehen, gab es in dieser Form sicher noch nicht.

Das „Gymnasion“ diente dem Training und der Bildung jugendlicher Athleten. Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, entstand im 2. Jahrhundert ein Gymnasion nahe der Stadt Olympia. Das spezifische Muskeltraining, aber auch eine gute Körperpflege mit Ölen und Reinigungsmitteln, wurden mit viel Sorgfalt eingehalten.

Könnten wir uns in diese Zeit zurückversetzen, ließen sich ähnliche Trainingsgeräte wie heute erkennen. Denn den Griechen war bereits bewusst, dass Gewichte und Widerstände den Muskeln entsprechende Wachstumsreize vermitteln.

Es war in der Antike eben alles noch sehr experimentell, weil das Know How von heute fehlte. So nahm die Bodybuilding-Geschichte ihren Lauf.

Griechische Bodybuilder Statuen

Antike Bodybuilder Statue


Geschichte des Bodybildung im Mittelalter

Vom antiken Griechenland verliert sich die Geschichte des Bodybuilding zunächst. Es darf angenommen werden, dass man über so etwas nicht im Mittelalter sprach. Alle Menschen waren tief mit ihrer Religion verwurzelt. Der Glaube an Gott entschied über alles im Leben.

Seinen eigenen Körper zu formen und Muskeln auszuarbeiten, interessierte niemanden. Und falls doch, dann sprach man nicht darüber. Wirklich relevante Überlieferungen zum Bodybuilding im Mittelalter, hat die Historie leider nicht zurückgelassen.

Eugène Sandow: Mit ihm begann modernes Bodybuilding

Wir machen noch einen großen Sprung in der Zeit nach vorn. Am 2. April 1867 wurde ein Mann namens „Friedrich Wilhelm Müller“ geboren. Besser bekannt als „Eugène Sandow“, einen der ersten modernen Bodybuilder. In Königsberg aufgewachsen, verfolgte Sandow schon in jungen Jahren das Muskeltraining sehr intensiv. Ihm ist es zu verdanken, dass Bodybuilding heute weltweite Popularität genießt.

Eugène Sandow stählte seinen Körper und stellte diesen zur Show. Er nannte die Aufführungen „Muscle Display“, wobei es ihm nicht nur um reine Muskelmasse ging. Sandow war auch richtig stark gewesen. In einer seiner Darbietungen stemmte er ein Pferd in die Luft. Hinzu kam sein charismatischer Charakter. Man könnte Sandow also eher als Strongman oder Kraftsportler bezeichnen.

Seine steigende Berühmtheit brachte ihn in die USA. Im Mai 1884 drehte er dort den Film „Sandow“, welcher sein eigenes Leben beschrieb. Er war es auch, der zum Bodybuilding als Wettkampf aufrief. Am 14. September 1901, nahmen zwölf Männer an der ersten Vorführung teil. Mehr zu Eugen Sandow erfährst du auf Wikipedia.

Eugen Sandow

Eugen Sandow: Strongman, Bodybuilder, Kraftsportler


Joe Wieder: Er führte den Leitgedanken fort

Sandow verstarb 1925 in London. Jedoch hatte er ein großes Vermächtnis hinterlassen. Diesem schloss sich der am 29. November 1919 in Montreal geborene Joe Weider an. Gemeinsam mit seinem Bruder Ben Weider, gründete er 1946 die International Federation of Bodybuilders (IFBB).

Beide Männer hatten sich dem Bodybuilding mit Leib und Seele verschrieben. Sie organisierten diverse Wettkämpfe. Der wohl bekannteste: Mr. Olympia. Im allerersten Wettkampf dieser Art, gewann Larry Scott den Titel. Die Weider-Brüder hatten damit den Grundstein für eine sehr erfolgreiche Serie gelegt. Außerdem prägt die Firma Wieder heute noch das Bild der Bodybuilding-Szene. Sie stellt diverse hochwertige Supplemente zum Muskelaufbau und Abnehmen her. Dazu zählen Eiweißpulver, Eiweißriegel und  Fatburner.

Um sich noch mehr in die Szene einzubringen, gibt Weider auch einige Magazine heraus. Am bekanntesten davon sind „Muscle & Fitness“ sowie die „FLEX“. Alles trägt dazu bei, dass die Geschichte des Bodybuilding weiter geschrieben wird.


Geschichte des Bodybuilding: Arnold Schwarzenegger

Spricht man über die Geschichte des Bodybuilding darf ein Mann nicht fehlen: Arnold Schwarzenegger. Am 30. Juli 1947 wurde ein Mann in der Steiermark geboren, welcher das Antlitz des Bodybuildings von Grund auf verändern sollte. Die Rede ist von keinem Geringeren als Arnold Alois Schwarzenegger. Er war schon als Kind immer sehr sportlich gewesen. Sein Vater schickte ihn zum Militär. Arnold verfolgte trotzdem einen anderen Traum. Er hatte Zeitschriften über die Mr. Olympia-Wettkämpfe gelesen und begann auf eigene Faust mit dem Bodybuilding.

https://www.instagram.com/p/BYJKpxCFhHY/?hl=de&tagged=arnoldschwarzenegger

Im Oktober 1965 schlich er sich davon und machte sich auf den Weg nach Stuttgart. Dort gewann er seinen ersten wichtigen Bodybuilding-Wettkampf. Zwar erntete er dafür eine militärische Strafe, doch fortan durfte er seine Armee-Kollegen trainieren. Danach trainierte Schwarzenegger noch einige Klienten im Münchner Fitnessstudio vom Rolf Putziger. Parallel dazu arbeitete er ebenfalls an sich selbst und bestritt weitere Wettkämpfe.

1968 gewann er seinen zweiten Mr. Universum-Titel. Joe Weider lud ihn daraufhin zum IFBB ein. In Amerika war die Bodybuilding-Geschichte schon deutlich weiter. Deshalb unterlag Schwarzenegger in seinem ersten Wettkampf seinem Mitstreiter Frank Zane. Doch er holte auf und wurde 7-facher Mr. Olympia. Weitere Titel folgten und nach seiner aktiven Zeit, betreute Schwarzenegger die Bodybuilding-Szene immer noch weiter. Heute gibt es mit den „Arnold Classics“ eine eigene Wettkampfreihe für Bodybuilder, Strongman und Powerlifter.

Tipp: Wenn Sie sich weiter zu wichtigen Athleten und der Geschichte des Bodybuilding informieren wollen, suchen Sie nach Lou Ferrigno, Ralf Möller und Steve Reeves. Diese haben teilweise auch Bücher über ihre Leben als Muskelpakete geschrieben.


Was bei Bodybuilding-Wettkämpfen entscheidend ist

Jede Wettkampf-Organisation stellt ihre eigenen Regeln auf. So werden Männer wie Frauen meistens in mehrere Gewichtsklassen unterteilt. Unabhängig davon, wählt die Jury den Sieger nach folgenden Kriterien aus:

Größe und Erscheinung der Muskeln

Masse und Dichte der einzelnen Muskelgruppen werden bewertet. Je härter diese aussehen und je besser sie voneinander geteilt sind, umso besser. Eine hohe Muskelmasse und trotzdem eine starke Definition des Körpers, sind erwünscht. Auch die Vaskularität, also die Sichtbarkeit der Venen, spielt eine Rolle. Hierbei helfen ein möglichst geringer Körperfettanteil, sowie kaum Wasser unter der Haut.

Symmetrie & Proportionen

Der Körper wird als Ganzes betrachtet und sollte dementsprechend gleichmäßig aufgebaut sein. Besonders Wert legen die Kampfrichter dabei auf Bauchmuskeln und Brustmuskeln, da sich deren Hälften unmittelbar gegenüberstehen. Alle Muskeln sollten zu dem ein gutes proportionales Verhältnis vorweisen können. Dünne Beine und dicke Arme gelten als ungleichmäßig. Ein professioneller Bodybuilder entwickelt seinen gesamten Körper.

Präsentation durch Posen

Bei Bodybuilding-Wettkämpfen treten die Athleten einzeln und in Gruppen auf. In der Praxis haben sich einige Posen als besonders wirkungsvoll erwiesen, um bestimmte Muskelgruppen zu präsentieren. Manche von ihnen gehören zum Pflichtprogramm, damit die Jury entsprechende Vergleiche zwischen den Teilnehmern ziehen kann. Am Ende treten die Klassensieger für gewöhnlich in einem „Posedown“ gegeneinander an, um den Gesamtsieger zu ermitteln.

Ästhetik

Athleten mit breiten Schultern und einer schlanken Taille, strahlen eine höhere Ästhetik aus und werde besser bewertet. Zwischen den Muskeln sollte eine klare Linie in Form von Übergängen zu erkennen sein.

Geschichte des Bodybuilding: Ein Rückblick der Top-Athleten
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