Fitnesstrend Crunning: Was steckt hinter dem Krabbelgang

Wenn eine Branche regelmäßig neue Trends hervorbringt, dann ist es die Fitness-Industrie. Im Verlauf der letzten Jahre haben wir viel Neues kennenlernen dürfen. Zumba, Yoga, Tabata und HIIT sind nur ein paar Beispiele. Heute widmen wir uns einem weiteren Trendsport, dem Crunning. Was das ist und wie man die Übungen ausführt, erfährst du jetzt.

crawling fitness crunning

copyright: Paula Thomas, Lizenz: CC BY-NC 2.0

Crunning: Definition

Bei dieser Wortschöpfung handelt es sich um eine Fusion von „Crawl“ (kriechen) und „Running“ (Laufen). Für Anfänger empfiehlt es sich im Fitnessstudio oder daheim zu beginnen. Voraussetzungen sind Schuhe mit gutem Grip. Auf rauem Untergrund ist es eventuell sinnvoll, dir auch Fitness-Handschuhe anzuziehen, um deine Finger zu schützen. Das ist auf jeden Fall ratsam, falls du Crunning später im Freien ausüben möchtest.

Das folgende Video zeigt ein paar Grundbewegungen. Prinzipiell kannst du vorwärts und seitlich „kriechen“. Wichtig ist dabei, dass du auf die korrekte Gewichtsverlagerung zwischen deinen Beinen und Armen achtest.

Beispiel für ein Crunning Workout:

Welche Muskeln werden durch Crunning beansprucht?

Es mag anfangs sehr ungewohnt sein und lustig aussehen, aber Crunning hat seinen Effekt. Wenn du dir die Bewegungen im Detail anschaust, wirst du zahlreiche Muskeln in Aktion erkennen. Von den Fingern angefangen, geht die Kraft in deiner Arme und über die Schultern. Parallel dazu arbeiten die Füße und Beine mit. In der Mitte stabilisieren Rücken und Bauchmuskeln deine Körperhaltung.

Womit der wichtigste Punkt angesprochen ist. Du solltest auf eine möglichst gleichmäßige Bewegung achten. Dein Rücken darf sich nicht zu sehr krümmen. Wenn dein Gesäß dabei den höchsten Punkt  darstellt, ist das für Anfänger in Ordnung. Je weiter du deinen Schwerpunkt nach unten verlagerst, desto mehr Belastung wirst du spüren.

Im nächsten Video ist ein Praxistest zu sehen den wir auf Youtube gefunden haben:


Crunning für Anfänger

Zu Beginn empfehlen wir dir nur kurze Strecken zu krabbeln. Auf gerader Strecke, vielleicht deinen Flur entlang oder auf einer ebenen Wiese. Davor solltest du dich mit den Grundbewegungen vertraut machen (siehe erstes Video oben). Denn du benötigst auch einiges an Flexibilität in den Gelenken, um Crunning effektiv ausführen zu können.

Hast du dann deinen Flow gefunden, ergeben sich beim Crunning unzählige Möglichkeiten. Besonders in der freien Natur macht es Spaß, jedes Hindernis einfach mal auf allen Vieren zu bewältigen.

Nicht nur deine Muskeln werden es spüren, sondern auch deine Lunge. Zwar würden wir Crunning nicht als gezieltes Ausdauertraining definieren, aber du kannst bei längeren Einheiten deine Ausdauer definitiv verbessern.

Ist dieser Sport ernst zu nehmen?

Wir finden die Idee ganz witzig aber denken nicht, dass ich dieser „Sport“ durchsetzen wird. Er ist weder sehr effektiv für Muskelaufbau als auch nicht fürs Ausdauertraining. Für die meisten wird Crunning ein Trendsport bleiben, welchen sie höchstens einmal ausprobieren.

Es werden Bewegungen ausgeführt, welche wir so einfach nicht gewohnt sind. Das lässt sich ändern und trotzdem kommt man sich etwas albern dabei vor. Jedoch, wer diese Sportart ernst nimmt, der kann sich schrittweise steigern.

Da viele Muskeln und Muskelgruppen zusammenarbeiten müssen, kannst du Crunning ideal in deine Workouts integrieren. Bspw. führst du erst dein reguläres Krafttraining aus. Abschließend beendest du die Einheit mit einem strammen Crunning-Lauf.


Weitere Infos gibt es hier:

Fitnesstrend Crunning: Was steckt hinter dem Krabbelgang
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